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  1. Wanderung mit Aborigen Sandals und Skinners Socks im August 2019

    Wanderung mit Aborigen Sandals und Skinners Socks im August 2019 von Ravensburg nach Hause (Reutlingen)


    Mein großes Barfußprojekt in 2018 war das heimwandern von Ravensburg nach Reutlingen.
    Wir waren zu einer Geburtstagsparty in Ravensburg eingeladen und da ich Urlaub hatte war die Idee einfach nicht mehr mit zurück zufahren sondern die Strecke zu Fuß zu meistern.

    Noch ein gemütliches Frühstück im Hotel und dann ging es um 10.00 los, wohl wissend dass es in diesem Jahrhundertsommer heiß werden wird.

    Aus diesem Grunde auch entschied ich mich für die Aborigen Sandals und die Skinners Socks (erhältlich bei www.barfussgefuehl.de).
    Eine gute Wahl und Kombi wie es sich am Ende der Tour herausstellte.

    Der Weg ging über Weingarten Richtung Bad Schussenried, immer wieder Radwege die manchmal beschildert waren und immer mal wieder nicht dann musste ich in die Karte schauen, auf Navi wollte ich weitestgehend verzichten.

    Die Wege waren gemischt, Teer, Schotter, Waldwege und Gras.
    Die ersten Km ging ich Barfuß los, als die erste Schotterstrecke kam zog ich gerne - wohlwissend dass es noch ein paar Km und Tage sind – die Aborigen Sandals Pangaea an, prüfend ob die Riemen richtig eingestellt sind und die Sandalen bequem an den Füßen halten.

    Alles passte, und die Temperaturen wurden immer heißer, weshalb ich froh an den Aborigen Sandals war, denn die Temperatur des Bodens hätte mich an den Füßen sicher gequält.

    Für mich als Barfuß- und Gesundheitscoach ist es wichtig achtsame und gesunde Bewegungen zu machen, das ermöglichen mir die Aborigen Sandals und bieten dennoch einen Schutz der Füße.

    Sonst trage ich einfach Huaraches Sandalen die immer mal wieder eine Nachschnürung benötigen und oft auch etwas rutschig zwischen Füßen und Sandale - vor allem wenn es Feucht und Naß ist - werden, das ist bei den Aborigen Sandals nicht der Fall.


    Durch die stärkere und permanente Schnürung muss es nur einmalig eingestellt werden und passt für längere Zeit, und der Schnellverschluß lässt ein einfaches an- und ausziehen zu.

    Wieder zurück zur Wanderung ich schaffte am ersten Tag ein Strecke von ca. 30km durch die schöne Landschafft, die Strecke führte mich am ersten Tag bis nach Aulendorf wo ich dann zufrieden im Hotel Tiergarten Rast einlegte die Speicher mit Nahrung und Getränk wieder füllen und unter der Dusche den Schweiß und Schmutz loswerden, um dann zufrieden ins Bett zu fallen.

    Am zweiten Tag machte ich mich nach dem Frühstück gegen 08.30 Uhr auf den Weg diesem mal grob Richtung Lautertal, hier hatte ich das Ziel wenn möglich heute noch zumindest bist kurz vor das Lautertal zu kommen.

    Die Füße und der Rest des Körpers waren schon gut zu spüren, daher schaute ich dass ich eine möglichst schonende Gangart einnahm, und möglichst wegen der Hitze auch viel Wasser trank (zwischendurch auch mal ein alkoholfreies Weizen).

    Die für mich härtesten Abschnitte waren immer lange Radwege die nur geradeaus gehen, das ist mit dem Rad sicher kein Thema, doch zu Fuß nimmt das manchmal kein Ende, Ablenkung erhielt ich durch das eine oder andere interessierte und nette Gespräch mit anderen Fußgängern oder Radfahrern, so konnte ich vielen meine Mission - zurück zur Natur und Barfuß - näher bringen.

    Da mein Ziel an diesem Tag deutlich länger war als am ersten Tag, musste ich mich schon immer wieder motivieren weiter zu gehen, auch anhand der nun Mittags knapp 40° C Hitze.

    Und ich hatte noch kein Zimmer für die Nacht, sowie die Internetverbindung am Handy zeigte auch, dass eine Buchung selbständig heute nicht möglich sei, dieses übernahm dann per Telefonat meine Frau.

    Sie konnte ein Zimmer im Klostergasthof Adler in Obermarchtal buchen, da ich zu der Buchungszeit noch knapp 10Km entfernt war, meinte die Chefin sie könne mich auch abholen, meine Frau sagte das wird mein Mann wohl eher ablehnen recht hatte sie.

    Doch als klar war ich muss noch über einen Hügel und dann auch noch die Karte mal wieder (heute zum zweiten mal) einen Weg zeigte den es gar nicht gab und der reale Weg wieder vom Ziel weg verlief, machte ich mich mitten durch den Wald und Dickicht auf in Richtung Ziel.

    Hier war ich wieder an den Aborigen Sandals Pangaea sehr froh, da sie im Trekking mir den besten Halt boten und mir immer noch das bestmögliche Gefühl liesen um achtsam aufzutreten und nicht umzuknicken.

    Nun gegen Ende der Tour als ich das Ziel schon von weitem sah und es leicht Bergabging lief ich sogar noch ein paar Km im Natural Running Stil, welchen ich als Coach ja auch anderen lehre.

    Nun kam ich eine ½ Std früher als vorhergesagt an und die Chefin war verwundert und freute sich dass sie die Küche nicht mehr so lange offen lassen muss. Sie hatte mir extra zugesagt wenn ich da bin, bekomme ich noch was zu Essen war heute auch nötig. Nun war ich über 12 Std unterwegs und ca. 40km weg gemacht, das reichte dann auch um ausreichend müde und k.o. zu sein.

    Schön war, dass ich alleine auf meiner Etage war und eine Badewanne hatte, die habe ich dann auch genossen.

    Am nächsten Tag dann fühlte es sich nicht mehr so sehr nach weitergehen an, alles schmerzte noch - ein wenig nun auch die Füße, daher entschied ich heute in die Skinners Socks zu steigen und mit denen die heutige Etappe zu machen.

    Das war dann auch gleich Prima, denn kaum eine ½ Stunde nach dem Start kam ein Gewitterregen, die Socken wurden zwar naß, doch ich hatte prima Halt und Kontakt zum Boden und die Füße blieben warm.

    Ein wenig sehnte ich mir jedoch die Hitze von den ersten beiden Tagen zurück ;-).

    Die Socken trockneten dann während dem Laufen von alleine und durch die Dünne Sohle spürte ich noch direkter den Boden, also noch mehr Barfußgefühl, doch an warmen Tagen möchte ich es gerne oben am Fuß luftig haben dann sind die Sandalen wieder im Vorteil.

    Was mich faszinierte, durch die Skinners Socks konnte ich meine Barfußabdrücke erkennen, wie cool.

    Auch am dritten Tag wurde ich wieder auf das Schuhwerk angesprochen und konnte inspirierende Gespräche führen.
    Im großen Lautertal ist es so wunderschön in der Natur zu sein, Wasser, Bäume, Blumen, Tiere, einfach Natur Pur, dazu passten die Skinners Socks mit dem minimalen Tragegefühl bestens.

    Ich habe noch etwa 20km geschafft und dann zeigte mir der Körper - auch wenn es nochmals 20km bis nach Hause gewesen wäre - dass jetzt sinnvollerweise Schluß ist.

    Und so brach ich dann auch die Wanderung ab, für mich zufrieden, ich wollte So-Di unterwegs sein und nun war es Di 15.30 Uhr und ich war einfach mit mir und der Aktion zufrieden.

    Leider kam dann an meiner Bushaltestelle mitten auf der schwäbischen Alb kein Bus mehr, somit lies ich mich von unserem Sohn abholen ? auch schön!

    Also mein Fazit, Aborigen Sandals und Skinner Socks waren von Barfußgefühl Weber eine gute Empfehlung, vielen Dank Markus Weber von Barfußgefühl an der Stelle, ich als Coach und Nutzer, kann sie sehr empfehlen.

    Bin schon neugierig wann der oder die erste Teilnehmer(in) mit Aborigen Sandals oder Skinners Socks zu einem meiner Workshops nach Reutlingen kommt.


    Für interessierte stehen die vorläufigen Termine für 2019 schon fest.

    Lauftechnikkurse wird es am 24.03.2019, 14.07.2019 und 27.10.2019 jeweils von 10.00-16.00/17.00 Uhr geben. Oder auf Anfrage gerne auch individuelle Termine gerne auch mal außerhalb Reutlingens.

    Die aktuellen Kurse werden in Kooperation mit der www.Barfuss-Initiative-reutlingen.de angeboten.

    Anmeldungen nehme gerne ich unter www.BerndGerber.de oder die Barfuss-Initiative entgegen.

    Wer Fragen hat darf sich gerne bei mir unter bg@berndgerber.de melden.

    Wer zum Kurs keine Zeit hat oder es noch persönlicher möchte, ist HERZlich gerne zum Einzelcoaching eingeladen.

    Es macht sicher Spaß die eigene Fußkraft mal auf der Messplatte gemessen zu bekommen und den Bewegungsstil auf dem Laufband per Videoanalyse zu sehen und wenn nötig zu korrigieren.

    Ich freue mich auf jeden Fall auf die Barfuß-Zukunft eines jeden.

    Und ich bin selber schon neugierig was mir in 2019 für ein Projekt in den Sinn kommt, nach 2017 Barfuß auf die Zugspitze, 2018 Barfuß von Ravensburg nach Reutlingen wird sicher wieder was interessantes entstehen.

    Viele liebe Grüße und bis bald Euer 

    Barfuß-Bernd

  1. Erfahrungsbericht über den Niebelungensteig mit Aborigen Sandals!

    Erfahrungsbericht von Fabian Sing auf dem Nibelungensteig

    Schöner Urlaub muss nicht immer teuer sein, da wir spontan ein paar Tage frei hatten suchten wir nach einer Möglichkeit dem heißen Wetter dieses Sommers 2018 zumindest für ein paar Tage zu entfliehen. Und was macht der Ultraläufer um sich zu entspannen? Richtig Wandern. Also suchten wir uns einen schönen Wanderweg heraus, den man von Frankfurt mit der Bahn gut erreichen kann und begannen mit der Planung.

    Keep it simple,

    war das Motto. Wir wollten so weit laufen wie wir es den Tag über schaffen und dann abends schlafen wo wir umfallen.

    Regen war nicht vorhergesagt also nahmen wir nur ein kleines Zelt mit.

    Die Pangaea Aborigen Sandals

    Markus Weber von www.barfussgefuehl.de hatte mir freundlicher Weise die Aborigen Sandale „Pangea“ für den Weg bereitgestellt.

    Der Nibelungensteig versprach eine Mischung aus Trail, Forstweg und Straße zu werden. Da ich selbst gerne mal ein Stück barfuß laufe ergänzte die Aborigen Sandale 4,5 mm und 169g bei meiner Schuhgröße 42 unsere Idee mit leichtem Gepäck zu reisen perfekt. Ich selbst bin Natural-Running Coach in Frankfurt und habe mich lange mit der richtigen Funktionsweise unserer Füße auseinandergesetzt.

    Mir ist es wichtig, dass gerade bei langen und extremen Touren mein Fuß Platz hat, um eine natürliche Pronation zu ermöglichen, darf der große Zeh nicht durch einen Schuh eingeschränkt werden. Eine Sandale ermöglicht diese Bewegungsfreiheit. Die Pangaea Sandale ist von der Sohle noch relativ dünn und ermöglicht so gutes Gefühl für den Boden. Die Sohle hat eine 8mm Vibram Sohle mit 0,0 mm Sprengung eine Gratwanderung, da sie sowohl einen gewissen Schutz ermöglicht aber trotzdem noch Gefühl für den Boden. Wird die Sohle zu weich, fängt sie an zu schlappen und man bleibt am Boden hängen. Auf den knapp 100km ist mir das 2-mal passiert, Gratwanderung ist also gelungen.

    Aber beginnen wir vom Anfang.

    Los ging es in Zwingenberg von Bahnhof ging es durch die Stadt in Richtung Melibokus (517,4 m): Die höchste Erhebung des Odenwaldes war auch gleich unsere erste Station. Nach dem wir den Melibokus erklommen hatten stellte ich die Schnürung der Sandalen noch einmal nach, denn bergab wollte wir es einfach mal laufen lassen. Mit fester Schnürung ging es nach unten. Unverzichtbares Zubehör, sind die Aborigen Straps- Fersenbänder für den richtigen halt am Fuß. Über Stock und Stein einen wunderschönen Trail. Der Rucksack mit dem Zelt schob ein wenig von hinten aber die Aborigen Pangaea Sandale bot genug Trittsicherheit um damit mit ordentlicher Geschwindigkeit den Berg hinunter zu rennen.

    Spektakuläre Natur im Odenwald ein Tag voller Highlights!

    Nachdem wir unten angekommen waren ging es auch gleich wieder hinauf. Dieses Mal Richtung Felsenmeer im Lautertal. Dem nächsten Highlight unserer Tour. Der Odenwald hat landschaftlich wirklich einiges interessantes zu bieten und gerade die knackigen Anstieg und die spannenden Felsformationen eignen sich hervorragend nicht nur um die Pangaea Aborigen Sandalen zu testen, sondern auch um sich auf die großen Trailwettkämpfe in den höheren Regionen vorzubereiten. Höhenmeter haben wir in diesen drei Tagen nicht zu knapp gesammelt. Wir erreichten das Felsenmeer von oben und so hatten wir das Vergnügen, durch die faszinierende Felsenformation bergab zu klettern. Ich habe mit meinen Pangaea Aborigen Sandalen so einige Erziehung zu Nichte gemacht, indem ich flinken Fußes von Felsen zu Felsen sprang. Ein herrliches Training für die Sprunggelenksmobilität und die allgemeine Stabilisation. Den Müttern, die ihre Kinder in regelmäßigen Abständen zur Vorsicht ermahnten war ich sichtbar ein Dorn im Auge. Angesichts meiner Leichtfüßigkeit kamen sie etwas in Erklärungsnot.

    Where you gonna go, where you gonna sleep tonight?

    Vom Felsenmeer aus ging es weiter zur Burg Lindenfels, wo wir uns im Drachenbrunnen abkühlten. Die Hitze machte uns ganz schön zu schaffen. Die Aussicht von der Burg entschädigte uns jedoch für die Strapazen der Wanderung.

    Lindenfels wäre der erste reguläre Abschnitt des Nibelungensteigs gewesen und wir freuten uns, dass wir ab jetzt einen Tag Vorsprung herauslaufen konnten. Wir merkten langsam die Füße, die Beine wurden müde. Hinzu kam, dass unsere Wasser Vorräte nochmal vor der Nacht aufgefüllt werden müssten. Wir waren also froh, als wir ein Dorf erreichten. Ich fragte einen der Anwohner, ob ich meine Wasserflaschen auffüllen dürfte. Er verschwand kurz im Haus und kam strahlend mit zwei Sprudelwasserflaschen zurück. Er hätte leider kein kaltes Wasser, aber ich könnte die beiden Flaschen mitnehmen. So ausgerüstet machten wir uns auf die Suche nach einem Nachtquartier. Dieses fanden wir in der Nähe der Walpurgiskapelle, von dort konnten wir auf die gesamte heutige Etappe zurückblicken. Während wir den Sonnenuntergang betrachteten, massierten wir unsere Füße. Peer hatte sich kleinere Blasen gelaufen. Ich konnte mich außer über muskuläre Erschöpfung nicht beklagen.

    Draußen schlafen ist total romantisch, sofern man schläft...

    Der nächste Tag begann nach einer relativ schlaflosen Nacht (verdammte Siebenschläfer) sehr früh. Im nächsten Dorf war der Hund begraben und es gab noch keine Möglichkeit Kaffee zu organisieren. Der war aber auch nicht so dringend nötig, weil eine Kneippanlage mit angeschlossener Quelle die Möglichkeit bot sich eine morgendliche Wäsche zu gönnen, das T-Shirt von gestern auszuwaschen und an den Rucksack zu hängen. Nach dem kalten Wasser war ich zumindest temporär wach. Peer grummelte noch ein wenig vor sich hin und als wir den Sigfriedbrunnen erreichten, der gar kein Wasser führte, beschlossen wir uns nochmal für ein Stündchen in die Schutzhütte zu legen. Nachdem wir etwas ausgeruht hatten und unsere Vorräte erleichtert hatten ging es weiter. Im nächsten Ort gab es Kaffee, endlich! Wir bekamen eine ganze Kanne vom Frühstücksbuffet zum Preis von zwei Tassen. Großartig. So gestärkt liefen wir weiter. Nicht ohne uns in dem kleinen Dorfladen noch ein wenig Obst zu holen!

    Juhuuu Badepause! Mittagspause am Stausee besser geht’s nicht

    Gegen Mittag erreichten wir den Marbachstausee. Dort genossen wir es die Füße im Wasser zu entspannen und uns abzukühlen. Die öffentliche Toilette bot eine Möglichkeit die Wasservorräte aufzufüllen. Nachdem wir ausgiebig gebadet und noch ein Stündchen geschlafen hatten beschlossen wir noch ein paar Meter zu machen. Wir waren mehr als erfreut, als uns im nächsten Ort ein Landwirt anbot uns auf dem Traktor bis zum Himbächel-Viadukt zu fahren. So sparten wir uns ein ganzes Stück geteerten Weg. Leider wird der Nibelungensteig immer wieder von Wegstücken durch Orte und über Straßen durchzogen. Leider ein notwendiges Übel um die Highlights des Odenwalds miteinander zu verbinden.

    Die Wegführung hatte aber gleichzeitig den Vorteil, dass wir eigentlich immer Wasser auffüllen konnten. Der Weg zum Ebersberger Felsenmeer zog sich immer mehr. Es ging auf Forststraßen über Schotterwege und wir wurden langsam müde und die Füße waren platt. Peers Blasen waren schlimmer geworden. Als wir schon dachten wir wären vorbei gelaufen erreichten wir das Felsenmeer. Es war wirklich schön und wir ließen uns zu einer Rast nieder. Wir beschlossen noch ein Stück weiter zu gehen, damit wir auch am zweiten Tag zwei Etappen des Steigs schaffen würden.

    Je länger desto besser... äh anstrengender...

    Ab 30km am Tag wird wandern wirklich anstrengend und wir wurden immer müder. Mir taten die Füße weh und Peer humpelte wegen seiner Blasen ( immer diese Turnschuhe ...) hinter mir her. Zu allem Überfluss mussten wir auch noch durch ein von Mücken verseuchtes Tal absteigen. Da wir versuchten den Mücken zu entkommen wechselten wir zwischendurch sogar in den Laufschritt. Wir beschlossen uns noch bis zum nächsten Dorf durch zuschlagen, damit wir vor der Nacht nochmal das Wasser auffüllen konnten. Als wir beide wirklich überhaupt keinen Bock hatten auch noch einen Schritt weiterzugehen tauchte auf einmal im Tal ein Zeltplatz auf. Wir fragten bei der dort lagernden Pfadfindergruppe nach, ob wir unser Zelt aufstellen dürften. Glücklich einen Platz für die Nacht gefunden zu haben schliefen wir relativ schnell ein.

    Gute Nacht, gut geschlafen ist halb erholt

    Dieses Mal schliefen wir besser als in der letzten Nacht. Wir fanden auch gleich am nächsten Morgen in Hesselbach einen Kaffee. Frisch gestärkt ging es weiter. Mal wieder über Stock und Stein und über Berg und Tal. Als wir auf einmal vor einem Schloss standen und keine Wegzeichen mehr fanden wurde uns bewusst, dass wir wohl den Abzweig verpennt hatten. Das Schloss war eine Privatklinik und am Empfang wurde uns erklärt, dass beim Anlegen des Steiges wohl keine Rücksicht auf Privatbesitz genommen wurde und wir deswegen einen alten Abzweig genommen hätten. Wir mit Hilfe des freundlichen Personals wieder den richtigen Weg und setzten unsere Reise fort. Es war heiß und wir waren am dritten Tag echt fertig. Peers Blasen wurden immer schlimmer sodass der arme Kerl zunehmend hinter mir her humpelte. Das Highlight des heutigen Tages war die Burg Wildenberg. Eine begehbare Burgruine von beeindruckender Größe.

    Endlich eine Pause!

    Wobei ehrlich gesagt, mein persönliches Highlight war die Freizeithütte in Beuchen, wo ein Kühlschrank mit Getränken auf die Wanderer wartet. Ich bediente mich dankbar an den kalten Getränken und Peer war einfach nur froh sitzen zu können. Mit jedem Wegweiser schien das Etappenziel Amorbach immer weiter weg zu sein. Ich bot Peer, der lange genug in stiller Würde gelitten hatte an, ihm seinen Rucksack abzunehmen und so humpelten wir Richtung Amorbach. In Amorbach angekommen beschlossen wir unser Abenteuer auf dem Nibelungensteig einen Tag früher zu beenden und so stiegen wir nach 100km in den Zug nach Frankfurt.

    Fazit:
    Es war großartig, anstrengend aber großartig und nächstes Mal bekommt Peer auch ein paar Aborigen Sandalen ;) und vielleicht nehmen wir uns etwas mehr Zeit für die Schönheit des Odenwalds. Es lohnt sich nämlich. Alle Infos zu Strecke findet ihr unter:

     

    https://www.wanderbares-deutschland.de/wanderwege/wanderwege-karte.html#nibelungensteig-von-zwingenberg-bis-freudenberg-main

     

    www.fatraccoon.de

     

    http://m.faz.net/aktuell/rhein-main/natural-running-coach-barfuss-laufen-lernen-15805043.html

     

    https://www.barfussgefuehl.de/Huarache-Sandals.htm